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Die ehemalige Schuhfabrik in der Lichtenfelser Straße blickt auf eine über 100-jährige, bewegte Geschichte zurück.
 

Gegründet wurde sie 1892 von Carl Iglauer, dessen Familie als Teil der jüdischen Gemeinschaft Burgkunstadts das wirtschaftliche Leben der Stadt maßgeblich prägte. Während der NS-Zeit wurde die Fabrik 1939 „arisiert“, die Familie enteignet und zur Emigration gezwungen. Die Töchter Lotte und Evi Iglauer fanden in den USA eine neue Heimat, hielten jedoch zeitlebens die Verbindung zu Burgkunstadt aufrecht.
 

Im Laufe der Jahrzehnte erlebte das Gebäude verschiedene Nutzungen: im Zweiten Weltkrieg als Lager, danach als Auffanglager für Flüchtlinge und später als Schuhlager

des Versandhauses Baur.
 

Mit dem Strukturwandel verlor die Fabrik ihre ursprüngliche Funktion, entwickelte sich jedoch zunehmend zu einem Ort für Kultur und Begegnung.

Ein neues Kapitel begann mit der Sanierung durch Gerald und Carola Klimke, die das Gebäude mit Respekt vor seiner Geschichte neu belebt haben.
 

Heute steht die ehemalige Schuhfabrik für gelebte Geschichte und modernen Wandel –

als besondere Eventlocation für Konzerte, Veranstaltungen und unvergessliche Momente.

Geschichte der Schuhfabrik 

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